Autorin: Monika Scherer, Grafik: Cornelsen/Bernhard A. Peter, newVision! GmbH
Hier können grundlegende Informationen noch einmal nachgelesen werden:
Die Trockenmauer als Lebensraum
Eine Trockenmauer hat verschiedene Bereiche, die unterschiedlich stark von Sonne, Wind und Regen betroffen sind. Die oberste Kante und die Vorderseite sind direkt der Sonne, dem Wind und dem Regen ausgesetzt. Der Fuß der Mauer, die Fugen und die Rückseite sind dagegen schattiger, windgeschützter, kühler und feuchter.
Abiotische Umweltfaktoren
sind physikalische und chemische Bedingungen, die das Leben beeinflussen. Dazu gehören Licht, Wind, Wärme, Feuchtigkeit, die Beschaffenheit des Gesteins, der Mineralstoffgehalt und der pH-Wert des Bodens in den Mauerfugen.
An einer Trockenmauer leben viele verschiedene Lebewesen. Die Mauer bildet einen Lebensraum, auch Biotop genannt. Alle Individuen einer Art, die dort leben, nennt man eine Population. Zum Beispiel bilden alle Pflanzen des Zimbelkrauts eine Zimbelkrautpopulation. Alle Pflanzenpopulationen zusammen bilden die Pflanzengesellschaft oder Flora des Biotops. Auch die typischen Tierarten bilden Populationen, die zusammen die Tiergesellschaft oder Fauna der Trockenmauer darstellen.
Alle Lebewesen, die auf der Trockenmauer leben, bilden eine Lebensgemeinschaft, die Biozönose. Das Biotop und die Biozönose stehen ebenfalls in einer Wechselbeziehung und bilden zusammen ein Ökosystem.
Wie alle grünen Pflanzen nimmt der Apfelbaum Wasser und Kohlenstoffdioxid auf. Das Wasser wird über die Wurzeln aufgenommen und zu den Blättern transportiert. Das Kohlenstoffdioxid gelangt aus der Luft in die Blätter. In den Blättern gibt es Chloroplasten, die den grünen Farbstoff Chlorophyll enthalten. Wenn Sonnenlicht auf das Chlorophyll trifft, wird in den Chloroplasten Glucose gebildet. Dabei entsteht auch Sauerstoff, der in die Luft abgegeben wird. Dieser Prozess heißt Fotosynthese. Die Glucose nutzt der Apfelbaum zum Aufbau von Speicherstoffen, zum Wachsen und zur Bildung seiner Äpfel. Auch Tiere und Menschen profitieren davon, weil sie den Sauerstoff und die Nährstoffe zum Leben brauchen.
Schaut man sich ein Blatt unter dem Mikroskop an, sieht man verschiedene Schichten. Die oberste und unterste Schicht nennt man Epidermis. Sie schützt das Blatt und verhindert, dass es zu viel Wasser verliert. Unter der oberen Epidermis liegen die Palisadenzellen, die viele Chloroplasten enthalten. Darunter befinden sich die Zellen des Schwammgewebes, die weniger Chloroplasten haben. Zwischen diesen Zellen gibt es luftgefüllte Hohlräume, durch die Gase wie Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid ausgetauscht werden. Die Blätter sind auch von Blattadern durchzogen, die Wasser transportieren und das Blatt stabilisieren.
Die Fotosyntheserate gibt an, wie stark die Fotosynthese abläuft. Sie hängt von Wasser, Licht und Kohlenstoffdioxid ab. Ohne Licht kann keine Fotosynthese stattfinden. Auch der Kohlenstoffdioxidgehalt in der Luft beeinflusst die Fotosyntheserate. In Gewächshäusern wird manchmal zusätzliches Kohlenstoffdioxid eingeblasen, um die Fotosynthese zu erhöhen. Die Temperatur spielt ebenfalls eine Rolle. Bei zu hohen oder zu niedrigen Temperaturen läuft die Fotosynthese langsamer oder gar nicht ab. Jede Pflanzenart hat eine optimale Temperatur für die Fotosynthese.