Säuren und Alkalien – ätzende Stoffe: Vorbereitung
Sieh dir die Übersicht an. Sie hilft dir, die Aufgaben zu beantworten.
Ionen
Atome streben immer den Edelgaszustand an.
Atome, die Elektronen aufnehmen bzw. abgeben und folglich geladen sind, nennt man Ionen.
Ionen können positiv oder negativ geladen sein. Die positiv geladenen Ionen heißen Kationen, die negativ geladenen Ionen Anionen.
In der Formelschreibweise werden die Ladungen der Ionen als Hochzahl rechts neben dem Elementsymbol angegeben.
Die positiv und negativ geladenen Ionen ziehen sich gegenseitig an. Die entstehende Bindung wird Ionenbindung genannt.
Viele positiv und negativ geladene Ionen lagern sich dabei regelmäßig zusammen: Es entsteht ein Ionengitter. Salzkristalle sind aus solchen Ionengittern aufgebaut.

Formeln von Salzen aufstellen
Im Ionengitter eines Salzkristalls sind viele Millionen von Ionen fest miteinander verbunden. Ihr Mengenverhältnis ist aber nicht beliebig. Bei der Entstehung von Kochsalz z. B. gibt je ein Natrium-Atom ein Elektron an ein Chlor-Atom ab und
bildet so eine Ionengruppe. Somit hat ein Kochsalzkristall gleich viele \( \text{Na}^+ \)- wie \( \text{Cl}^- \)-Ionen.
Es besteht also folgendes Mengenverhältnis:
Na : Cl = 1 : 1. Die Formel von Kochsalz ist also NaCl.

Wenn ein Atom mehrere Elektronen abgibt, müssen entsprechend viele oder passende Reaktionspartner da sein. Wenn z. B. Magnesium mit Chlor reagiert, überträgt das Magnesium-Atom seine zwei Außenelektronen an zwei Chlor-Atome. Es entstehen also immer doppelt so viele \( \text{Cl}^- \)- wie \(\text{Mg}^{2+}\)-Ionen.
Somit ergibt sich folgendes Verhältnis:
Mg : Cl = 1 : 2, also die Formel \( \text{MgCl}_{2} \).

Reaktionsgleichungen
Um chemische Reaktionen übersichtlich zu notieren, benutzt man Reaktionsgleichungen.
Ausgangsstoff A + Ausgangsstoff B → Reaktionsprodukt AB
Beispiel:
Eisen + Sauerstoff → Eisenoxid
Chemische Reaktionen werden folgendermaßen gelesen:
Eisen reagiert mit Sauerstoff zu Eisenoxid.
Die Ausgangsstoffe einer Reaktion werden als Edukte bezeichnet. Die entstehenden Stoffe nennt man Produkte.
Kannst du jetzt die Aufgaben lösen? Probiere es aus.
Illustrationen: Cornelsen/Detlef Seidensticker